Eine nicht ganz ernst gemeinte Auswertung der Borkener Zeitung vom 29.01.2015

(dm) Edgar Rabe hat in der Borkener Zeitung vom 29. Januar darauf aufmerksam gemacht, dass die Zwiebel zur Heilpflanze des Jahres gewählt wurde. (Verantwortlich dafür ist der Naturheilkundeverein Theophrastus, der so seit 1990 jährlich eine Pflanze als gesundheitsfördernd „adelt“.) Daraus entwickelt er eine Vision für Weseke als Zwiebel-Heilbad. Er liegt richtig mit der Vermutung, die Nachricht werde im Sippeldorf bestimmt nicht unerhört bleiben.
Seit 1983 steht die Symbolfigur Sippel-Jans als Denkmal im Dorf, die Tollitäten des Rosenmontagszugs werden seit 1995 in einer Bronze-Prinzenzwiebel auf ihrem Festwagen durch die Straßen gefahren und seit fast drei Jahren gibt es auch ein Wirtshaus „Zur Zwiebel“ im Ort. Aber die ganz große Anerkennung der wahren Knollenwerte fehlte noch – nun wissen es alle. Wurde „Sippel-Wäske“ in früheren Jahrzehnten noch als Beleidigung empfunden, ist der Spitzname heute eine Art „Corporate Identity“ fürs Dorf, wir stehen dazu. „Was heißt das jetzt für Weseke?“, fragt der Redakteur. Er rät, die Heilkraft der Zwiebel noch stärker in den Mittelpunkt des Interesses zu rücken und in diesem Jahr allgegenwärtig das Leben im Dorf bestimmen zu lassen. Bei so viel guten Eigenschaften für die Gesundheit sollte doch überlegt werden, Weseke in der Zukunft zum „Heilbad Weseke“ zu verändern “und mit den Planungen für die Errichtung des Kurgeländes rund um den Apothekergarten“ zügig zu beginnen, quasi ein verspäteter Änderungsvorschlag zum Dorfentwicklungskonzept 2030. 

Haaaalt! Wir sollten die Zwiebel im Dorf lassen und mit dem zufrieden sein, was wir haben. Und das kann sich ja durchaus sehen lassen. Einen Kurpark (auf Dorfniveau) haben wir mit unserem Quellengrundgelände schon lange, sogar kneippen im Wassertretbecken und bodybuilden auf der Trimm-Dich-Station kann man dort. Als Heilbad taugt unsere kleine Schwimmhalle leider nicht, aber wir haben wenigstens was zum Rumpaddeln bei jedem Wetter. Und wir sind seit letztem Jahr wieder ein Mühlendorf, jawoll. 
Und übrigens, das Echte Johanniskraut wurde vom „Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde“ an der Universität Würzburg zur Arzneipfllanze des Jahres 2015 gewählt. Haben wir auch – im Apothekergarten im Quellengrund! 
Zum Schluss: Die Velener arbeiten dran, zum Luftkurort werden zu wollen. Wir könnten das nicht. Bei allen guten Eigenschaften der Zwiebel, sie hat auch gewisse Nachteile, jedenfalls bei massenhafter Nutzung in einem Luftkurort…

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