Jahreshauptversammlung 2021 des Weseker Heimatvereins

TOP 1
Der Vorsitzende Josef Becker freute sich, dass er trotz der drei „Corona-Gs“ zahlreiche Mitglieder im Heimathaus begrüßen konnte und eröffnete die satzungsgemäß einberufene Versammlung.
TOP 2
Vor dem Gedenken der verstorbenen Vereinsmitglieder rief er noch einmal die besonderen Verdienste langjähriger Leistungsträger und Unterstützer des Vereins in Gedächtnis. Er erinnerte an Bernd Dues’ Einsatz in der Werkstattgruppe und an Hubert Stumpfs Mitarbeit im Vorstand. Genannt wurden auch Werner Koers, Werner Pütter und Ludger Gesing als Mitsänger der Alten Garde.
TOP 3
Das Protokoll der letzten JHV wurde verlesen und ohne Einwände gebilligt.
TOP 4
Da wegen Corona keine öffentlichen Aktionstage stattfinden konnten, berichtete der Vorsitzende anschließend über Arbeitseinsätze und Maßnahmen zur Pflege und zum Erhalt der Anlagen und Einrichtungen im Quellengrund. Es kam ihm darauf an, die lobenswerte Mithilfe und gute Zusammenarbeit der zahlreichen Helfer des Vereins vor der Versammlung zu würdigen und Dank für ihr Engagement auszusprechen.
Folgende Arbeiten, Maßnahmen und Aufgabenbereiche wurden erwähnt:
Im Januar bereiteten 44 Hände dem Weidenwildwuchs auf der Enteninsel ein schnelles Ende. Mit Motorsägen und viel Handarbeit wurde der Bestand radikal gestutzt bzw. entfernt und das Holz von der Insel an den Teichrand getragen, wo es vom Bauhof der Stadt Borken abgeholt wurde. Berthold Picker brachte zur Pause die Frühstücksverpflegung zum Spieker. Von 9 bis 12 Uhr war alles gelaufen.
Ende Januar fand der Wintergang des Heimatvereins und Mühlenvereins bei ungemütlich nasskaltem und diesigem Wetter statt. Zwischenstation war diesmal bei Ferdi Benning. Im Heimathaus gabs wieder lecker Moosessen und gemütliches Beisammensitzen.
Im Juni traten die Angehörigen der Spezialeinheit des HV/MV in Aktion, um im Quellengrund das Grünzeug zu stutzen und auch sonst alles ordentlich rauszuputzen.
Ende Dezember haben die Becker-Zwillinge Viete und Hans mit Leo Becker, Bernhard Endejan, Ludger Peters, Franz Decking sowie Jan, Joost und Jupp Becker in nur drei Stunden 10 Tonnen Dolo-Sand auf den Wegen im Quellengrund verteilt und so planiert, als wäre der Bauhof dagewesen.
Für die wie bisher reibungslose Bewirtschaftung des Heimathauses wurde Ingrid Schmaloer mit einem Blumenstrauß des Vorstands gedankt.
Um die Pflege und Bepflanzung des Apothekergartens haben sich Ulla Damm, Elke und Dieter Hackel, Anette und Nico Fuhrmann, Luzi und Erich Döing sowie Thomas Redemann in Eigenregie und Absprache verdient gemacht.
Der Geologische Garten und der Quellengrund darüber hinaus wurden von Hedwig und Günter Schon, Ludger Peters (aka „Qualle“), Bernhard Endejan, Ewald Schmaller und August Schmidt außerhalb der zusätzlichen Einsätze der Spezialeinheit HV/MV anerkennenswert gut in Schuss gehalten. Auch Berthold Picker trug seinen Teil zur Aufwertung der Anlagen durch Bereitstellung und Anpflanzung vieler Staudengewächse bei.
In und mit der Werkstatt-Gruppe haben Ludwig Grevenbrock, Bernhard Langela, Herbert Osterholt, Walter Tenbusch, Christian Rottstegge und August Schmidt in vielfältiger Weise zum Erhalt der Anlagen und Einrichtungen im Quellengrund beigetragen.
Das besonders zur Sommerzeit viel genutzte Tretbecken ist bekannterweise sehr anfällig gegen Verschmutzung und rutschfördernde Algenbildung. Das bedeutet regelmäßige stundenlange Reinigung. Aus diesem Grunde war der Vorstand sehr erfreut über das Angebot von Nabil Ben Said und Ibrahim al Faraj, die erforderliche Reinigung an Samstagen zu übernehmen.
Nach Fertigstellung der Bienenscheune vor der großen Ausstellungsscheune am Ausgang des Quellengrunds hat Thomas Hollad seine Bienenvölker dort untergebracht. Besucher haben damit die Möglichkeit, die ein- und ausfliegenden Insekten aus nächster Nähe zu beobachten.
Neben dem Heimathaus ist in einem Ausstellungsraum mit großen Glasflächen die alte Turmuhr von St. Ludgerus ausgestellt. Sie läuft und zeigt die exakte Zeit an. Wir haben das Gregor Dieker zu verdanken, der sich um die Funktionalität des Uhrwerks kümmert.
Die Vogelschutzgruppe, bestehend aus Dirk Schlattjann, Manfred Hartog, Helmuth Klöcker, Günter Homann, Guido Wessling und seit kurzem Ewald Wendholt als neuem Mitarbeiter, kümmert sich um unsere Vogelwelt im Dorfumfeld. Ihr Jahresbericht folgt im Anschluss.
Die Homepage unseres Vereins wurde erstellt, wird gepflegt und aktuell gehalten von Detlef Meyer. Zusammen mit Josef Benning ist er auch mit der Redaktion der Weseker Heimatblätter befasst, die derzeit mit der Nummer 72 online und als Papierausgabe aktuell ist.
TOP 5
Trotz der schwierigen Bedingungen ist es der Vogelgruppe auch 2020 gelungen, die notwendigen Arbeiten und Kontrollmaßnahmen auszuführen. Da wegen Corona ab Mai Gruppentreffen nicht mehr möglich waren, wurden die Aktionen mit 2er-Trupps erledigt. Die Anzahl der Schleiereulen liegt mit 36 immer noch deutlich über dem langjährigen Mittel von ca. 25 Jungen.
21 junge Steinkäuze bestätigen die stabilen Zahlen der letzten Jahre. Die 249 Nisthilfen waren zu 84% besetzt, eine Steigerung von 2% zum letzten Jahr.
Erfreulich ist zu berichten, dass Ewald Wendholt seit August die Gruppe tatkräftig unterstützt.
TOP 6
Der Kassierer trug die Zahlen für Einnahmen und Ausgaben des Vereins im Geschäftsjahr vor, die anschließend vom Vorsitzenden vor dem Hintergrund der Einschränkungen durch Corona eingeordnet wurden.
Die Präsentation des Zahlenmaterials per Beamer auf großer Leinwand endete ohne weitere Fragen. Erfreulich war auch die Feststellung, dass der Mitgliederbestand von 442 in 2019 auf 447 in 2020 leicht gestiegen war.
TOP 7
Günter Homann trug für die Kassenprüfer die saubere und einwandfreie Führung der notwendigen Unterlagen des Kassieres vor und schlug die Entlastung des Vorstand
s vor, die mit drei Enthaltungen erfolgte.
TOP 8
Vor der anstehenden Wahl des
1. stellv. Vorsitzenden und des Schriftführers ging der Vorsitzende auf eine im Vorjahr angedachte Satzungsänderung ein, den Corona bedingten Ausfall oder eine Verschiebung der Jahreshauptversammlung auf das nächste Jahr einzufügen, falls persönliche Zusammenkünfte z. B. gesundheitlich zu gefährlich wären, um Wahlen durchzuführen. Er stellte fest, dass die Vertretungsmöglichkeit des Vereins durch jeweils ein Mitglied des Vorstands ausreichende Flexibilität bietet und somit keine Änderung erforderlich sei.
Für die Wahl des
1. stellvertretenden Vorsitzenden wurde Walter Tenbusch ohne Gegenkandidat zur Wiederwahl vorgeschlagen und mit einer Enthaltung ohne Gegenstimmen gewählt.
Als Schriftführer wurde Viete Becker ohne Gegenkandi
dat zur Wiederwahl vorgeschlagen und mit einer Enthaltung ohne Gegenstimmen gewählt.
TOP 9
Unter geplante Aktivitäten setzte der Vorsitzende eine Rückkehr zur Normalität und damit eine angestrebte Durchführung des Aktionstages am 1. Mai auf die Planungsliste.
Nach der Erneuerung des Heimathausdaches soll das Dach des Backspiekers ins Auge gefasst werden.
Für die Anschaffung eines Dampfstrahlers zur Reinigung des Tretbeckens ist ein Antrag per Heimatscheck 2022 geplant.
Für eine Digitalisierung des Heimatarchivs
des Vereins hat die Sparkasse Westmünsterland bereits 3500 € bewilligt und überwiesen, davon wurden bereits einige erforderliche Geräte angeschafft.
TOP 10
Auf Anregung wurde beschlossen, die Anzahl der gedruckten Ausgaben der Heimatblätter so zu erhöhen, dass ältere Mitglieder nicht auf die digitale Ausgabe zum Download angewiesen sind.
Eine weitere Anregung, noch vorhandene bauliche Relikte aus Zeiten des letzten Krieges durch Schriften und/oder Hinweisschilder für Dorfbewohner in Erinnerung zu halten, wurde vom Vorstand aufgenommen.
Danach beendete der Vorsitzende die Jahreshauptversammlung.

Hier ein paar Fotos vom Abend:

Museschoppe und Tretbecken
Heimathausdachdecken
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